Inflationsschutz ohne Zins – 4 Tipps, die Sie beachten sollten

Sachwerte sollten das Fundament Ihrer Anlagen darstellen

Von der Nullzinsstrategie der Zentralbanken haben wir schon vielfach berichtet und viele unserer Kundinnen sind besorgt, dass ihr Erspartes keine Rendite mehr abwirft. Mit der Corona Krise und der jetzt beginnenden Konjunkturerholung gibt es einen deutlichen Inflationsschub, der das Dilemma gerade der konservativen Anlegerinnen verstärkt. Damit werden Geldwerte als Geldanlage noch unattraktiver. Denn ein festverzinsliches Wertpapier zahlt am Ende der Laufzeit nur den nominalen Wert der Anleihe wieder zurück und dieser hat nach vielen Jahren dann erheblich an Kaufkraft verloren. Wir erneuern an dieser Stelle daher unsere Empfehlung, Sachwerte (Aktien, Immobilien, unternehmerische Beteiligungen und Gold) in den Anlagestrategien höher zu gewichten, auch wenn diese natürlich immer auch Wertschwankungen unterworfen sind.

Lesen Sie hier, welche Tipps wir Ihnen zu Sachwertinvestitionen geben können:

  1. Unsere Tipps zu Immobilieninvestitionen als Kapitalanlage
    Die sinkenden Zinsen haben die Immobilienpreise in den letzten Jahren deutlich steigen lassen. Auch wenn die Zinsen nun auf sehr lange Zeit sehr niedrig bleiben werden: Für eine Baufinanzierung ist der Zinssenkungsspielraum mittlerweile aufgebraucht, so dass aus diesem Grund heraus kein Preissteigerungspotenzial für Immobilien mehr erwächst. Die Mieten sind zwar in den letzten Jahren auch sehr deutlich gestiegen, allerdings sind in vielen Städten die Immobilienpreise den Mieten weit voraus galoppiert. Im aktuellen Umfeld findet das Mietsteigerungspotenzial seine Grenzen: Schon vor Corona stieg der politische Druck (Mietenbremse, Mietendeckel) auf die Vermieter von Wohnimmobilien, nun nach der Bundestagswahl und dem Votum der Berliner Bürger zu Enteignungen der Wohnungsbaukonzernen wird sich dieser Druck möglicherweise wieder verstärken. Unser Tipp daher: Nur solche Immobilien noch für Neuengagements interessant, die bereits jetzt eine akzeptable Mietrendite ausweisen. Angesichts der Arbeit, die eine Immobilienverwaltung nach sich zieht und der Risiken von Mieterausfall und Reparaturen, muss der Kauf einer Immobilie als Geldanlage gut überlegt sein.
    Im Sinne der Risikostreuung haben Immobilien trotz dieser Bedenken auch weiterhin ihre Berechtigung in einer gut aufgestellten Gesamtvermögensstruktur. Oft ist dies ja schon über die eigengenutzte Immobilie der Fall. Doch auch als Kapitalanlage kann eine Immobilie weiterhin interessant sein. Dies gilt vor allem dann, wenn die Mietrendite nach allen Kosten noch deutlich oberhalb der Baufinanzierungszinsen liegt und der Standort sowie die Lage der Immobilie zukunftsfähig sind. In diesen Fällen kann über eine Finanzierungsstrategie mit überschaubarem Eigenkapitaleinsatz vor allem für Investorinnen unter 50 noch eine attraktive Rendite erwirtschaftet werden.
  2. Unser Tipp zu Aktieninvestitionen
    Obwohl die Aktienkurse in den letzten 12 Monaten stark gestiegen sind, halten wir Aktien auch in Zukunft für die aussichtsreichste Anlageklasse: Während es für die Anleihen der defizitären Staaten ja noch nicht mal feste Zinsen gibt, sprudeln die Gewinne der Unternehmen oft mehr denn je. Diese Gewinne sorgen bei den Unternehmen entweder für Dividenden oder für Wertzuwächse, was somit jedem Aktionär zu Gute kommt.
    Unser Tipp daher: Bauen Sie Ihr Aktienvermögen vor allem breit gestreut auf und achten Sie auf die Zukunftsthemen Technologie, Ökologie und Gesundheit.
    Dabei halten wir es für immer wichtiger, die Risiken im Blick zu halten, die sich aus nicht nachhaltigem Wirtschaften für die jeweiligen Unternehmen ergeben. Allerdings bleiben „Dunkelgrüne Depots“ mit geringen Risiko und hohen Renditen auch in Zukunft ein ferner Traum: Im Konflikt zwischen ihren finanziellen und ethischen Bedürfnissen sind die Anleger*innen weiterhin zu Kompromissen gezwungen.
    Von daher ist die Auswahlentscheidung bei Aktien komplex und vor allem auch mit Blick auf die Frage des Einstiegszeitpunkts und der Beherrschung der Schwankungen nicht trivial.
  3. Unser Tipp zu unternehmerischen Beteiligungen
    Viele Berater mit hohem ökologischen Anspruch bevorzugen unternehmerische Beteiligungen, um anspruchsvolle ökologische Ziele umzusetzen. Für Anlegerinnen ist dieses Feld allerdings viel schwieriger zu überblicken. Nicht zu unrecht spricht man hier auch vom „grauen Kapitalmarkt“, weil es dem Gesetzgeber immer nur teilweise gelingt, die Angebote in diesem Bereich transparent zu regulieren. Anders als bei einem breit gestreuten Aktienportfolio ist der Totalverlust bei solchen Investitionen keine Seltenheit.
    Unser Tipp: Da die Mindestanlagesummen der unternehmerischen Beteiligungen für Anlegerinnen meist bei 10.000 oder höher liegen, sind diese Anlagen aus unserer Sicht wirklich nur für größere Vermögen sinnvoll in Betracht zu ziehen, wo der Verlust eines einzelnen Investments in dieser Größenordnung wirklich verschmerzbar ist und wo auch die Bereitschaft besteht, sich intensiver mit seiner Investition zu beschäftigen.
  4. Unser Tipp zu Gold
    Physisches Gold ist von allen Edelmetallen am leichtesten zu erwerben und zu verwahren. Anders als bei Silber sind die Aufbewahrungskosten durch eine bessere Relation von Wert und Gewicht noch vergleichsweise günstig. Gegenüber Platin oder anderen Metallen gibt es für Gold auch die meisten standardisierten Handelsmöglichkeiten über Münzen, Zertifikate oder verwaltete Depots. Als Krisenwährung hat Gold immer einen berechtigten Anteil in einem gut gestreuten Anlageportfolio. Allerdings ist das nicht der einzige Investitionsgrund: Unabhängig von der Einschätzung, ob ein Systemzusammenbruch nun vor der Türe steht oder nicht: Gold dient über Jahrtausende als Wertaufbewahrungsmittel mit Inflationsschutz. Die aktuelle Kombination aus niedrigen Zinsen und Inflationssorgen ist der optimale Nährboden für Wertzuwächse beim Gold. Unser Tipp: Im derzeitigen Umfeld halten wir die Beimischung von Gold für sinnvoll. Wir empfehlen dabei ein verwaltetes Depot mit physischer Einlagerung, um diese Werte sicher und kostengünstig zu verwahren. Die Höhe der Gewichtung und der Einstiegszeitpunkt sind genauso wie die Fragen von Anlageform und Lagerung ein Beratungsgespräch wert.

Eine konkrete Anlageempfehlung ist ohne Kenntnis der persönlichen Bedürfnisse und Voraussetzungen nicht möglich, jedoch können Ihnen diese grundsätzlichen Überlegungen vielleicht schon helfen, etwas zum Inflationsschutz Ihrer Anlagen zu unternehmen und Ihre finanziellen Entscheidungen aktiv zu treffen. Gern unterstützen wir Sie dabei und laden Sie ein, unser Wissen abzurufen.


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Stand 30.09.2021

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